Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie

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Wissen schafft Heilung

Nasoalveolar Molding (NAM)

Sehr verehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher,

das Behandlungszentrum für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten der Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar beinhaltet ein breites Leistungsspektrum für die Behandlung von LKG-Spalten und kraniofazialen Fehlbildungen.

Auf diesen Seiten möchten wir Sie über die Behandlungsmethode des Nasoalveolar Molding (NAM) informieren. Mehr über unsere Klinik im Allgemeinen und Speziellen erfahren Sie hier.                              Darüber hinaus stellen wir Ihnen die aktuelle Entwicklung unserer Forschungstätigkeit im Rahmen des RapidNAM-Projektes vor.

Unsere Abteilung bietet als eine von wenigen Kliniken in Europa seit 2010 das Konzept des Nasoalveolar Moldings für die prächirurgische Behandlung von Patienten mit der Fehlbildung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte an. Die Behandlungstechnik begeistert und überzeugt sowohl die beteiligten Ärzte als auch die Eltern aufgrund der frühzeitig sichtbaren Ergebnisse der Therapie. Sie vermag entscheidende Weichen für spätere chirurgische, kieferorthopädische und zahnärztliche Behandlungen zu stellen und beeinflusst damit entscheidend das spätere funktionelle und ästhetische Gesamtergebnis der betroffenen Patienten, nachgewiesen durch Langzeitstudien aus den USA (Barillas et al., 2009).

Durch das Nasoalveolar Molding soll das Kieferwachstum in den ersten 12-20 Lebenswochen so gelenkt werden, dass noninvasiv und innerhalb kurzer Zeit, die gewünschte Position der Kiefersegmente herbeigeführt wird. Dies ist Voraussetzung, um einerseits mit der Nasenausformung beginnen zu können und ein besseres ästhetisches Ergebnis zu erreichen. Andererseits können durch diese Vorbehandlung und spezielle Operationstechniken ggf. spätere Operationen vermieden werden.

McNeil beschrieb 1950 den positiv adhäsiven Effekt von Lippenbandagen auf die Lippensegmente (McNeil, 1950). In den 80iger Jahren wurde die Methode als eine nicht-chirurgische Strategie zur Verbesserung von Ohrdeformitäten bekannt (Matsuo et al., 1984). Die gleiche Arbeitsgruppe setzte diese Technik auch als begleitende Maßnahme zur Nasenformung nach dem operativen Lippenverschluss bei Spaltpatienten ein (Matsuo et al., 1989). Grayson, Bennun und andere Kliniker entwickelten diese Technik weiter (Grayson et al., 1993; Grayson et al., 1999; Kozelj, 1999; Bennun et al., 2006) und stellten jüngst ihre Langzeitergebnisse zur Effektivität des NAM vor. Diese belegen ein signifikant besseres ästhetisches Ergebnis vor allem für die Nase, bei unilateralen Spalten bis zu neun Jahren (Maull et al., 1999; Barillas et al., 2009) und für bilaterale Spalten bis zu zwölf Jahren nach der Behandlung (Garfinkle et al., 2011).

Leistungsspektrum:

  • Etablierte Operationstechniken im Rahmen eines bewährten mehrstufigen Behandlungskonzeptes
  • Interdisziplinäre Behandlung mit HNO- und Kinderärzten, Kieferorthopäden, Zahnärzten und Logopäden
  • Kooperation mit Perinatalmedizinern
  • Beratung von Schwangeren
  • Still- und Ernährungsberatung
  • Spezielle Behandlungsangebote (Nasoalveolar Molding, Amnion-Kryokonservierung)

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